Tierarzneimittel für Pferde
Unsere größten Haustiere, die Pferde sind leider häufig von Krankheiten geplagt.
Eine Bindehautentzündung, hervorgerufen durch einen Fremdkörper (z.B. kleine Insekten oder sogar Blütenstaub) im Auge des Tieres, kann ernsthafte und dauerhafte Schädigungen des Auges bewirken. Hier ist es wichtig, dem Pferd zeitnah Tiermedikamente zu verabreichen, in der Regel ein Antibiotikum in Salbenform.
Sehr verbreitet ist bei Pferden auch die Mauke, das Fesselekzem. Die Verläufe sind unterschiedlich, die klinischen Symptome weisen eine große Bandbreite auf. Meist beginnt es mit kleinen, oberflächlichen Hautverletzungen, in denen sich dann Bakterien einnisten. Zu diesem Zeitpunkt erkannt, ist den Pferden meist noch leicht zu helfen. Umsichtige Hygiene und gute Haut- und Fellpflege können schon reichen. Zu spät erkannt, erweist sich die Mauke oft als hartnäckig und muss mit einem Tierarzneimittel versorgt werden.
Viele Pferde leiden an Arthrose – dem “Gelenkverschleiß” der das altersübliche Maß übersteigt. Die Arthrose kann an einzelnen Gelenken auftreten – zum Beispiel bei falscher Belastung, Fehlbildung oder nach einer traumatischer Verletzung.
Durch Überlastung hervorgerufene Arthrosen treten vor allem an den grossen Gelenken (Hüfte, Knie, Schulter) und an der Wirbelsäule der Pferde in Erscheinung.
Tritt die Erkrankung generalisiert auf, ist sie häufig Folge einer Arthritis. Das ist eine chronisch und schubweise auftretende Gelenkentzündung des Pferdes.
Die Grenzen zwischen Arthritis und Arthrose sind nicht immer scharf zu ziehen.
Das Leitsymptom ist der Schmerz in den Gelenken. Die Arthrose führt so zu einer Lahmheit der Tiere und wenn daraus mangelnde Bewegung folgt beginnt ein Teufelskreis. Den (gezielte und dosierte) Bewegung hilft die Gelenke des Pferdes zu “schmieren” und so den Verlauf zu verlangsamen.
WER RASTET DER ROSTET.
Bei Stehen, Feuchtigkeit, Wärme und Wetterumschwüngen verschlechtert sich die Lahmheit fast immer!
Gegebenenfalls müssen schmerzstillende Tiermedikamente verabreicht werden.
Auch Spritzen mit cortisonhaltiger Arznei direkt in das Gelenk können für kurzfristige Besserung sorgen. Allerdings sind sie keine dauerhafte Lösung.
Ist Muschelkonzentrat ein Tiermedikament?
Die Wirkung der grünlippigen Muschel ist umstritten. Muschelkonzentrat fällt in den Bereich der Ergänzungsmittel und der alternativen Tiermedizin. Es gibt jedoch viele Leute die darauf schwören. Laut einer wissenschaftlichen Veröffentlichung an der LMU München ist die Wirkung der Muschelkonzentrate nachgewiesen worden. Entscheidend ist hierbei das Schalentiere Glucosamin enthalten was sich positiv auf die Behandlung auswirken soll. Es gibt Produkte die mit z.B. Selen, Vitamin E und Magnesium angereichert werden. Viele Pferdehalter haben sehr gute Erfahrungen mit Muschelkonzentrat bei Arthrose gemacht.
Besonders Pferde, die auf der Weide stehen, sollten regelmäßig entwurmt werden. Wurmkuren sind meist gut veträglich und können günstig bestellt werden.